Die Straße der Vulkane: Cotopaxi, Chimborazo & Co.

Humboldt Adventure · Zuletzt aktualisiert am 26.06.2026 · Lesedauer ca. 11 Minuten

Was ist die Straße der Vulkane?

Der Name geht auf Alexander von Humboldt zurück, der 1802 die ecuadorianischen Anden bereiste. Die „Allee der Vulkane“ erstreckt sich über rund 300 Kilometer zwischen Tulcán im Norden und Riobamba im Süden – entlang dieser Hochlandachse reihen sich 22 der insgesamt 73 Vulkane Ecuadors. Heute folgt die Strecke weitgehend der Panamericana, und Quito liegt mittendrin: ein idealer Ausgangspunkt.

Cotopaxi: der aktive Vulkan

Ein perfekter Kegel auf 5.897 Metern

Der Cotopaxi ist mit 5.897 Metern der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Der Nationalpark liegt rund 50 Kilometer südlich von Quito und ist als Tagesausflug erreichbar. Wer höher hinaus will: Auf etwa 4.800 Metern liegt die Schutzhütte Refugio José Rivas, Ausgangspunkt der Gipfelbesteigung; der Parkplatz darunter liegt auf rund 4.500 bis 4.600 Metern. Auch ohne Gipfelambitionen lohnt der Park – etwa für eine Wanderung an der Lagune Limpiopungo.
Der schneebedeckte Kegel des Cotopaxi

Tierwelt

Im Hochland des Parks leben frei lebende Wildpferde, und mit etwas Glück kreist der Andenkondor über den Páramo – das Wappentier Ecuadors. Passend dazu führt unsere Reise „Straße der Vulkane & Galápagos“ mitten durch diese Landschaft.

Chimborazo: der höchste Punkt der Erde?

Näher am Weltall als der Everest

Der Chimborazo ist mit 6.263 Metern der höchste Berg Ecuadors. Sein Gipfel gilt zugleich als der vom Erdmittelpunkt am weitesten entfernte Punkt der Erdoberfläche: Durch die Äquatorwölbung liegt er rund 6.384 Kilometer vom Erdzentrum entfernt – etwa 2 Kilometer weiter als der Gipfel des Mount Everest, obwohl dieser über dem Meeresspiegel deutlich höher aufragt.

Welche weiteren Höhepunkte liegen an der Route?

Der Kratersee Quilotoa

Ein Höhepunkt abseits der großen Gipfel ist der Quilotoa, ein wassergefüllter Vulkankrater. Der Kraterrand erreicht rund 3.900 Meter, die türkisgrüne Seeoberfläche liegt auf 3.500 Metern. Vom Rand führt ein steiler Pfad hinab ans Wasser – der Aufstieg zurück ist auf dieser Höhe allerdings fordernd.

Die Vulkankette

Zwischen Cotopaxi und Chimborazo reihen sich weitere Vulkane wie der vergletscherte Antisana. Die Fahrt entlang der Panamericana ist selbst ein Erlebnis – an klaren Tagen mit Blick auf gleich mehrere schneebedeckte Gipfel.

Worauf sollten Sie bei Höhe und Reisezeit achten?

Erst akklimatisieren

Die gesamte Route liegt hoch – die Höhenkrankheit kann ab etwa 2.500 Metern auftreten, und schon Quito liegt auf rund 2.850 Metern. Steigen Sie langsam auf und planen Sie Akklimatisierungstage ein, bevor Sie zu Cotopaxi-Hütte oder Chimborazo aufbrechen. Details im Beitrag Höhenkrankheit in Quito & Cotopaxi vermeiden.

Beste Reisezeit

Für das Hochland ist die Trockenzeit von Juni bis September am verlässlichsten, mit einem zweiten guten Fenster von Dezember bis Februar – dann stehen die Chancen auf klare Sicht zu den Gipfeln am besten. Mehr dazu im Reisekalender. Wer wandern und Gipfel besteigen möchte, findet das gebündelt in unserer Ecuador Wanderreise – Anden & Gipfel.

Weiterführende Infos & nützliche Artikel

Der Vulkan Cotopaxi (5.897 m) – Höhenlagen prägen viele Reiseziele in Ecuador
Panorama von Quito mit der kolonialen Altstadt vor der Andenkulisse
Blick über Quito vor der Andenkulisse – das Hochland Ecuadors lässt sich ganzjährig bereisen

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