Quito entdecken: Altstadt, Äquator & der perfekte Start

Humboldt Adventure · Zuletzt aktualisiert am 26.06.2026 · Lesedauer ca. 10 Minuten

Was macht Quito besonders?

Quito ist für fast jede Ecuador-Reise der Ausgangspunkt – und ein Ziel für sich. Die Stadt liegt auf rund 2.850 Metern und zählt zu den höchstgelegenen Hauptstädten der Welt. Ihre koloniale Altstadt wurde 1978 zum UNESCO-Welterbe ernannt – als eine der ersten Stätten weltweit. Wer hier ankommt, sollte die Höhe ernst nehmen und die ersten Tage ruhig angehen.

Was sollten Sie in der Altstadt sehen?

Quitos Altstadt ist eine der am besten erhaltenen Lateinamerikas – ein dichtes Geflecht aus Kirchen, Plätzen und Gassen, das sich gut zu Fuß erkunden lässt.

Plätze und Kirchen

Das Herz bildet der Plaza Grande (Plaza de la Independencia) mit Präsidentenpalast und Kathedrale. Wenige Schritte weiter steht die Jesuitenkirche La Compañía, ein Meisterwerk des Barock, dessen Innenraum über Jahrzehnte hinweg reich mit Blattgold überzogen wurde. Der Komplex von San Francisco gehört zu den größten kolonialen Sakralbauten der Stadt, und die neugotische Basílica del Voto Nacional erlaubt einen Aufstieg in die Türme.
Koloniale Kirchen und Dächer der Altstadt von Quito

La Ronda

Die restaurierte Gasse La Ronda zählt zu den ältesten Straßen Quitos. Abends füllt sie sich mit Cafés, Bars und Kunsthandwerk – ein guter Ort, um den ersten Reisetag entspannt ausklingen zu lassen.

Wo haben Sie den besten Blick über die Stadt?

El Panecillo & TelefériQo

Auf dem Stadthügel El Panecillo steht die markante Aluminiumstatue der „Jungfrau von Quito“ (rund 41 Meter inklusive Sockel) mit Rundblick über die Stadt. Noch höher hinaus führt der TelefériQo: Die Seilbahn bringt Sie an den Osthang des Vulkans Pichincha bis zur Bergstation Cruz Loma auf rund 3.945 Metern. Von dort starten Wanderungen – wegen der Höhe aber bitte erst nach ein paar Tagen Akklimatisierung.

Steht man an der Mitad del Mundo wirklich auf dem Äquator?

Auf dem Äquator – fast

Rund 26 Kilometer nördlich des Zentrums markiert die Ciudad Mitad del Mundo mit einem 30 Meter hohen Monument den Äquator, dem Ecuador seinen Namen verdankt. Ein hübsches Detail: Die tatsächliche, per GPS gemessene Äquatorlinie verläuft rund 240 Meter nördlich der markierten Linie – das Monument wurde lange vor der GPS-Ära gesetzt. Für das klassische Foto mit einem Fuß auf jeder Erdhalbkugel reicht das allemal.
Das Äquatordenkmal der Ciudad Mitad del Mundo bei Quito

Warum ist Quito der ideale Start – und worauf achten?

Die Höhe ernst nehmen

Quito liegt mit rund 2.850 Metern über der Schwelle, ab der die Höhenkrankheit (Soroche) auftreten kann – das ist etwa ab 2.500 Metern der Fall. Gehen Sie die ersten ein bis zwei Tage ruhig an: leichte Stadtspaziergänge, viel trinken, wenig Alkohol. So sind Sie für die höheren Etappen in den Anden gerüstet. Wie Sie richtig vorbeugen, lesen Sie im Beitrag Höhenkrankheit in Quito & Cotopaxi vermeiden.

Gut zu wissen: Die Galápagos-Inseln liegen auf Meereshöhe – die Höhe ist also nur für Quito und das Andenhochland ein Thema.

Anreise und beste Reisezeit

Flughafen, Transfer, Reisezeit

Der internationale Flughafen Mariscal Sucre liegt im Vorort Tababela auf rund 2.400 Metern – etwas tiefer als die Stadt selbst. Der Transfer ins Zentrum dauert je nach Verkehr etwa 45 bis 60 Minuten. Für das Andenhochland ist die Trockenzeit von Juni bis September am angenehmsten; mild ist es dank der Äquatorlage aber das ganze Jahr (mehr dazu im Reisekalender).

Quito ist der Auftakt unserer Gruppenreisen und Rundreisen; wie es von hier weitergeht, zeigt unsere 2-Wochen-Route.

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