Ecuador & Galápagos: Einreise, Impfungen & Gesundheit

Humboldt Adventure · Zuletzt aktualisiert am 17.10.2026 · Lesedauer ca. 10 Minuten

Was brauchen Sie für die Einreise nach Ecuador?

Sie brauchen einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist; mit dem Personalausweis kommen Sie nicht nach Ecuador. Deutsche und Österreicher reisen für bis zu 90 Tage ohne Visum ein. Eine Pflichtimpfung gibt es bei direkter Anreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nicht (Stand 17. Oktober 2026).

Die Regeln für Deutschland, Österreich und die Schweiz

StaatsangehörigkeitVisumWas außerdem gilt
Deutschlandnicht nötig für bis zu 90 Tage pro Jahr, gerechnet ab dem Tag der ersten Einreise; einmal um 90 Tage verlängerbar über das ecuadorianische Außenministerium, vor AblaufReisepass oder vorläufiger Reisepass, mindestens sechs Monate gültig; Kinderreisepass wird akzeptiert, Personalausweis nicht. Wer das nicht erfüllt, wird laut Auswärtigem Amt zurückgeschickt.
Österreichnicht nötig für bis zu 90 Tage; Verlängerung bei der MigrationspolizeiReisepass, mindestens sechs Monate gültig; Rück- oder Weiterreiseticket muss nachgewiesen werden (Außenministerium Wien)
Schweiznicht auf Ecuadors Liste der 45 visumpflichtigen StaatenDas EDA gibt keine eigenen Einreiseregeln an und verweist an die ecuadorianischen Vertretungen in der Schweiz.

Was bei der Ankunft in Quito oder Guayaquil passiert

Eine Online-Registrierung vorab gibt es für Touristen nicht. Der Einreisestempel ist laut Auswärtigem Amt Pflicht; prüfen Sie noch am Schalter, ob er im Pass steht. Halten Sie die Rückflugbestätigung bereit, denn laut britischem Außenministerium können die Grenzbeamten danach fragen. Den Pass oder eine Kopie müssen Sie in Ecuador immer dabeihaben. Eine Zollerklärung brauchen Sie nur bei zollpflichtigen Waren oder Bargeld ab 10.000 US-Dollar.

Versicherungsnachweis? Für die touristische Einreise aufs Festland nicht: Laut Auswärtigem Amt ist eine Reisekrankenversicherung nur für längerfristige Visa vorgeschrieben. Es rät aber allen Reisenden zu einer Reisekranken- und Evakuierungsversicherung, weil Behandlungen in Ecuador sofort bezahlt werden müssen.

Was gilt zusätzlich für Galápagos?

Für die Inseln brauchen Sie die Transitkontrollkarte (TCT) für 20 US-Dollar, ein Hin- und Rückflugticket und eine Hotelreservierung für Ihren Aufenthalt. Bei der Ankunft zahlen ausländische Gäste ab 12 Jahren 200 US-Dollar Nationalparkgebühr (Stand Oktober 2026).

Transitkarte: Sie kaufen sie vor dem Check-in am Schalter der Galápagos-Verwaltung (CGREG) im Flughafen Quito oder Guayaquil; die Verwaltung rät, drei Stunden vor Abflug dort zu sein.
Aufenthalt: höchstens 60 Tage pro Jahr, ohne Verlängerung.
Gepäck: Die Biosicherheitsbehörde ABG kontrolliert es am Abflughafen und das Handgepäck noch einmal bei der Ankunft. Unverarbeitete Lebensmittel, Pflanzen und Samen sind verboten oder nur unter Auflagen erlaubt.

Auf unseren Gruppenreisen kaufen wir die Transitkarte für Sie; die Parkgebühr zahlen Sie am Flughafen bar. Auf Individualreisen ist beides nicht im Reisepreis enthalten. Den Ablauf beschreibt Galápagos Einreise: Nationalparkgebühr, Transitkarte & Ablauf.

Versicherungspflicht auf Galápagos: die Angaben widersprechen sich

Die Galápagos-Verwaltung, die Nationalparkbehörde und das deutsche und österreichische Außenministerium nennen keine Versicherungspflicht. Das britische Außenministerium bezeichnet eine Reisekrankenversicherung für Galápagos dagegen als verpflichtend. Führen Sie den Nachweis deshalb mit, auf dem Telefon und auf Papier. Worauf es beim Tarif ankommt, steht in Reiseversicherung für Ecuador & Galápagos.

Welche Impfungen brauchen Sie für Ecuador?

Vorgeschrieben ist keine. Das Auswärtige Amt empfiehlt Hepatitis A und, je nach Region, Gelbfieber; nach individueller Abwägung kommen Hepatitis B und Tollwut dazu. Die Übersicht ist allgemeine Information und ersetzt keine reisemedizinische Beratung. Planen Sie die Beratung sechs bis acht Wochen vor der Abreise ein, denn manche Impfungen brauchen mehrere Termine.

ImpfungEmpfehlungGut zu wissen
Standardimpfungen nach STIKOfür alleDas AA betont Masern und Tetanus: Tetanus-Immunglobulin zur Behandlung ist in Ecuador nicht sicher verfügbar.
Hepatitis Aempfohlen (AA)Übertragung über Wasser und Essen; auch kurz vor der Abreise noch sinnvoll
Gelbfieberregionalsiehe nächster Abschnitt
Hepatitis Bindividuell (AA)Das Standardschema dauert sechs Monate.
Tollwutindividuell (AA)Hunde und Fledermäuse übertragen sie in Ecuador (CDC); Impfstoff ist im Land laut AA kaum erhältlich.
Typhusin bestimmten Fällen (CDC)bei einfachen hygienischen Verhältnissen oder Aufenthalten ab einem Monat
Denguenur in Sonderfällenlaut STIKO nur nach einer früheren, im Labor bestätigten Dengue-Infektion
Chikungunyafür Ecuador nicht nötig2026 bis Ende September kein Fall im Land; auch die CDC empfiehlt sie für Ecuador nicht

Wer bezahlt die Reiseimpfungen?

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland müssen Reiseimpfungen nur bezahlen, wenn die Reise beruflich oder für eine Ausbildung nötig ist (§ 20i SGB V). Für Urlaubsreisen können sie die Kosten freiwillig als Satzungsleistung übernehmen. Fragen Sie vor dem Termin bei Ihrer Kasse nach.

Brauchen Sie eine Gelbfieberimpfung?

Pflicht ist sie bei direkter Anreise nicht, auch nicht beim Umsteigen in Bogotá: Kolumbien verlangt den Nachweis nur von Reisenden aus Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Das Auswärtige Amt empfiehlt sie allen Reisenden ab neun Monaten „dringend“ für die Provinzen östlich der Anden unter 2.300 m und nennt dazu die Küstenprovinz Esmeraldas. Für Quito, Guayaquil, Gebiete über 2.300 m und Galápagos liegt keine Empfehlung vor.

Welche Reisen das betrifft

Unsere Reisen mit Amazonas-Teil führen in Provinzen dieser Liste: in den Cuyabeno in Sucumbíos, etwa an Tag 7 und 8 der Ecuador & Galápagos 17 Tage Gruppenreise oder an Tag 3 und 4 der 3 Wochen Ecuador Gruppenreise inkl. Galápagos, auf der Erlebnisreise in die Provinz Napo. Wer nur Hochland und Inseln bereist, wie auf der Galápagos Rundreise – 2 Wochen Inselhopping, braucht nach den Kriterien des AA keine Gelbfieberimpfung. Mehr zum Regenwald steht in Amazonas in Ecuador: Cuyabeno und Yasuní.

Ab 60 Jahren erst abwägen

Eine erste Gelbfieberimpfung ab 60 Jahren gilt laut der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) als relative Gegenanzeige: Sie wird dann nur gegeben, wenn ein echtes Infektionsrisiko besteht. Bei Immunschwäche ist sie ausgeschlossen. Klären Sie das, bevor Sie eine Route mit Amazonas-Teil buchen. Wer schon geimpft ist, hat ein lebenslang gültiges Zertifikat; die STIKO empfiehlt bei erneuter Reise ins Risikogebiet aber eine einmalige Auffrischung, wenn die Impfung zehn Jahre oder länger zurückliegt.

Termin, Nachweis und aktuelle Lage

Der Schutz beginnt etwa 10 Tage nach der Impfung. Eintragen dürfen sie nur staatlich zugelassene Gelbfieberimpfstellen, in den Internationalen Impfausweis. Nehmen Sie ihn mit: Bei der Weiterreise aus Ecuador, etwa nach Costa Rica, kann der Nachweis verlangt werden. Die Nachweispflicht, die Ecuador 2025 für Ankünfte aus Peru, Kolumbien, Bolivien und Brasilien einführte, ist laut dem britischen reisemedizinischen Dienst TravelHealthPro seit dem 28. August 2025 aufgehoben.

2025 gab es in Ecuador 11 bestätigte Gelbfieberfälle, 8 davon tödlich, alle bei Ungeimpften. Im April 2026 starb ein ungeimpftes Kind in Orellana; diesen Ausbruch hat das Gesundheitsministerium inzwischen für beendet erklärt.

Brauchen Sie Malaria-Tabletten?

Nach den Empfehlungen der DTG nicht. Sie rät für Ecuador zu konsequentem Mückenschutz statt zu vorbeugenden Tabletten (Stand Juni 2026). Quito, Guayaquil und die Galápagos-Inseln sind malariafrei.

GebietRisiko laut AAEmpfehlung der DTG
Teile des Amazonasbeckens unter 2.000 m, einschließlich Nationalpark YasunímittelMückenschutz; ein Notfallmedikament nur für bestimmte Reisende
übriges Land unter 2.000 mgeringMückenschutz
Quito, Guayaquil, Galápagosmalariafreikeine Maßnahmen

Ein Notfallmedikament empfiehlt das Auswärtige Amt, wenn Sie sich in Gebieten mit mittlerem Risiko mehr als 48 Stunden von der nächsten Einrichtung mit Malariadiagnostik entfernt aufhalten. Die US-Gesundheitsbehörde CDC rät dagegen unter 1.500 m in sechs Provinzen, darunter Sucumbíos und Orellana, zu vorbeugenden Tabletten. Welcher Empfehlung Sie folgen, besprechen Sie in der reisemedizinischen Beratung.

Warum brauchen Sie Mückenschutz auch an der Küste und auf Galápagos?

Weil Dengue dort verbreitet ist. Galápagos ist malariafrei, aber nicht denguefrei: 2026 zählten die Inseln bis Ende September 630 Dengue-Fälle, rund 2.069 je 100.000 Einwohner und damit die höchste Rate Ecuadors. Es folgt die Küstenprovinz Manabí mit rund 643 je 100.000 (Gesundheitsministerium, Stand 3. Oktober 2026).

Landesweit zählte das Gesundheitsministerium 2026 bis Ende September 38.607 Dengue-Fälle und 42 Todesfälle, die meisten an der Küste. Chikungunya und Zika spielen derzeit kaum eine Rolle. Das Oropouche-Fieber wird von Gnitzen übertragen, sehr kleinen Mücken; Ecuador hatte 2024 bestätigte Ausbrüche. Eine Impfung gibt es nicht, und Schwangere sollten sich beraten lassen, weil das Virus auf das ungeborene Kind übergehen kann.

So schützen Sie sich

Rund um die Uhr: Das Auswärtige Amt rät zu Mückenschutz tags und nachts.
Mückenschutzmittel regelmäßig auftragen, auch auf Galápagos und an der Küste.
Lange Ärmel und Hosen tragen.
Moskitonetz nachts nutzen, vor allem in einfachen Unterkünften.

Was passiert, wenn Sie in Ecuador krank werden?

In den größeren Städten ist die Versorgung in Privatkliniken in weiten Teilen gut, aber Sie zahlen sofort. Laut Auswärtigem Amt müssen Behandlung und Medikamente „in der Regel vor Ort sofort in bar oder per Kreditkartenzahlung beglichen werden“, grundsätzlich auch im Notfall. Auf dem Land nimmt die Qualität der Versorgung zum Teil drastisch ab.

Bezahlen: Privatkliniken müssen lebensbedrohliche Notfälle behandeln, verlangen aber vor der Entlassung die ganze Rechnung, für die Aufnahme laut britischem Außenministerium eine Kreditkartengarantie. Nehmen Sie eine Kreditkarte mit ausreichendem Limit mit.
Galápagos: Die Versorgung ist laut AA „sehr einfach“, eine Evakuierung aufs Festland „nicht immer zeitnah möglich“. San Cristóbal hat ein relativ gut ausgestattetes öffentliches Krankenhaus, Santa Cruz ein einfaches, Isabela nur ein kleines Gesundheitszentrum (britisches Außenministerium). Ihre Versicherung sollte den Rücktransport im Ambulanzflugzeug einschließen.
Medikamente: Nehmen Sie Ihre regelmäßigen Medikamente für die ganze Reise mit; das AA rät, sich die Notwendigkeit bei Bedarf ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen. Ausländische Rezepte nehmen Apotheken nur zum Teil an, für Psychopharmaka und Betäubungsmittel nur, wenn sie höchstens fünf Tage alt sind.

Wasser, Sonne und Höhe

Wasser und Essen: Durchfälle sind laut AA häufig, meist durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel- und Handhygiene. Auf unseren Reisen raten wir, kein Leitungswasser zu trinken.
Sonne: Das AA warnt vor Haut- und Augenschäden durch intensive Sonneneinstrahlung.
Höhe: Quito liegt auf 2.850 m. Höhenkrankheit ist ab etwa 2.500 m möglich und laut AA „gelegentlich auch lebensgefährlich“. Wie Sie vorbeugen, steht in Höhenkrankheit in Quito & Cotopaxi vermeiden.

Was erledigen Sie wann vor der Reise?

Ihr Fahrplan in acht Schritten

1. Reisepass prüfen (mindestens drei Monate vorher): Der Pass muss bei der Einreise noch sechs Monate gültig und unbeschädigt sein; der Personalausweis reicht nicht.
2. Reisemedizinische Beratung (sechs bis acht Wochen vorher): Bringen Sie Impfausweis und Reiseroute mit (Amazonas, Küste, Galápagos) und nennen Sie Alter und Vorerkrankungen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach der Kostenübernahme.
3. Gelbfieberimpfung bei Bedarf (spätestens zehn Tage vor dem Amazonas): in einer zugelassenen Gelbfieberimpfstelle, mit Eintrag im Internationalen Impfausweis.
4. Impfungen abschließen (etwa zwei Wochen vorher): Auch eine späte Impfung ist besser als keine.
5. Versicherung und Reiseapotheke (zwei bis vier Wochen vorher): Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abschließen, Nachweis digital und auf Papier; eigene Medikamente mit englischer Bescheinigung, Reiseapotheke und Mückenschutz einpacken.
6. Reisehinweise lesen (wenige Tage vorher): Die Hinweise Ihres Außenministeriums noch einmal prüfen; Einreiseregeln können sich kurzfristig ändern.
7. Ankunft in Ecuador (am Ankunftstag): Rückflugbestätigung bereithalten, Einreisestempel prüfen, Pass oder Kopie immer dabeihaben.
8. Flug nach Galápagos (am Galápagos-Flugtag): Drei Stunden vorher am Flughafen sein, Transitkarte am CGREG-Schalter kaufen, Gepäck von der ABG prüfen lassen, 200 US-Dollar Parkgebühr in bar bereithalten.
Was sonst in den Koffer gehört, steht in der Packliste für Ecuador & Galápagos, die aktuelle Sicherheitslage in Sicherheit in Ecuador. Welche Reise zu Ihnen passt, sehen Sie bei unseren Gruppenreisen und Rundreisen.

Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen mit Stand 17. Oktober 2026 und ersetzt keine ärztliche Beratung. Rechtsverbindliche Auskünfte zur Einreise geben laut Auswärtigem Amt nur die Vertretungen Ecuadors.

Woher stammen diese Angaben?

Die wichtigsten Quellen dieses Beitrags, abgerufen im Oktober 2026:
Auswärtiges Amt: Ecuador – Reise- und Sicherheitshinweise – Einreise, empfohlene Impfungen, Malaria, Versorgung
DTG: Ländertabelle 2026 (PDF) – Malaria-Empfehlung für Ecuador
DTG/StAR: Reiseimpfempfehlungen 2026 (PDF) – Gelbfieber ab 60, Auffrischung, Dengue
FCDO (GOV.UK): Ecuador – Health – Kliniken auf Galápagos, Rezepte, Oropouche
TravelHealthPro: Colombia – kein Gelbfieber-Nachweis beim Umsteigen in Bogotá
ABG Galápagos: Lista de Productos – verbotene und erlaubte Lebensmittel
Ministerio de Salud Pública: Gelbfieberfall in der Amazonía – Todesfall in Orellana, April 2026
§ 20i SGB V – Kostenübernahme für Reiseimpfungen

Weiterführende Infos & nützliche Artikel

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