Was erwartet Sie in Ecuadors Amazonas?
Der Osten Ecuadors – der „Oriente“ – ist heiß-feuchtes Amazonastiefland: ganzjährig tropisch, mit Temperaturen um 24 bis 27 °C, hoher Luftfeuchtigkeit und Regen in jedem Monat. Eine echte Trockenzeit gibt es nicht. Trotz der vergleichsweise kompakten Distanzen gehört die Region zu den artenreichsten der Erde – und ist in wenigen Reisetagen vom Hochland aus erreichbar.
Zwei Schutzgebiete, ein Tag
Die beiden bekanntesten Schutzgebiete – das Cuyabeno-Reservat und der Yasuní-Nationalpark – wurden am selben Tag, dem 26. Juli 1979, unter Schutz gestellt. Beide lassen sich nur per Boot erschließen und mit einem Aufenthalt in einer Dschungel-Lodge erleben.
Was macht das Cuyabeno-Reservat aus?
Schwarze Lagunen und reiche Tierwelt
Das Reservat Cuyabeno erstreckt sich über rund 590.000 Hektar in den Provinzen Sucumbíos und Orellana. Beobachtet wurden hier – je nach Zählung – über 580 Vogelarten, dazu rund 350 Fischarten und allein zehn Affenarten. In den großen schwarzen Lagunen leben Flussdelfine, Kaimane und Anakondas. Bootstouren im Morgengrauen, Nachtwanderungen und das Schnorcheln in den dunklen, spiegelglatten Seen gehören zu den Höhepunkten.

Warum ist der Yasuní-Nationalpark so besonders?
Einer der artenreichsten Orte der Erde
Der Yasuní-Nationalpark umfasst über 10.000 Quadratkilometer und gilt als einer der artenreichsten Orte der Erde – Schätzungen zufolge leben allein auf einem einzigen Hektar über 100.000 Insektenarten, und der Park beherbergt mindestens 596 Vogelarten. Die UNESCO erklärte Yasuní 1989 zum Biosphärenreservat. Der Park liegt im angestammten Gebiet der indigenen Waorani; in seiner Tiefe leben die unkontaktierten Tagaeri und Taromenane in freiwilliger Isolation – ihr Rückzugsraum ist streng geschützt.
Wie kommen Sie in den Amazonas?
Über Lago Agrio oder Coca – und dann im Kanu
Cuyabeno: Tor ist die Stadt Lago Agrio (offiziell Nueva Loja). Von Quito erreicht man sie per Bus in etwa 8 bis 10 Stunden oder – sofern verfügbar – per Flug; der letzte Abschnitt führt im Motorkanu rund zwei Stunden in das Reservat hinein.
Yasuní: Ausgangspunkt ist die Stadt Coca (Puerto Francisco de Orellana) am Zusammenfluss von Río Napo und Río Coca, von Quito per Flug (rund 30 Minuten) oder Bus erreichbar; weiter geht es im Motorkanu auf dem Río Napo zur Lodge.
Yasuní: Ausgangspunkt ist die Stadt Coca (Puerto Francisco de Orellana) am Zusammenfluss von Río Napo und Río Coca, von Quito per Flug (rund 30 Minuten) oder Bus erreichbar; weiter geht es im Motorkanu auf dem Río Napo zur Lodge.
Wie läuft ein Lodge-Aufenthalt ab – und was ist gesundheitlich wichtig?
Der Lodge-Aufenthalt
Üblich sind zwei bis vier Tage in einer Dschungel-Lodge. Im Programm stehen je nach Lodge ein lokaler Naturführer, Bootstouren auf den Lagunen, eine Nachtwanderung und der Besuch einer indigenen Gemeinschaft. Mitnehmen sollten Sie Insektenschutz, lange helle Kleidung, feste Schuhe, Regen- und Sonnenschutz sowie eine Taschenlampe.
Gesundheit im Tiefland
Anders als im Hochland gelten im Amazonastiefland besondere Gesundheitshinweise: Für Gebiete unterhalb von 2.300 Metern wird eine Gelbfieber-Impfung empfohlen, unterhalb von 1.500 Metern besteht ein geringes Malaria-Risiko. Konsequenter Mückenschutz ist wichtig. Was Sie konkret brauchen, klären Sie reisemedizinisch – Details im Beitrag Einreise, Impfungen & Gesundheit.
Amazonas in Ihrer Reise
Der Amazonas lässt sich gut mit Anden und Galápagos verbinden – meist als Baustein einer längeren Reise. Wie das aussieht, zeigt unsere 3-Wochen-Route; passende Reisen sind die Ecuador Erlebnisreise und die Ecuador Rundreise 3 Wochen.






