Informationen zur Reise nach Ecuador
In diesem umfassenden Reiseführer möchten wir Ihnen alle häufig gestellten Fragen beantworten und wichtigen Informationen an die Hand geben, um Ihre Reise nach Ecuador zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Egal, ob Sie auf der Suche nach Abenteuer, Entspannung oder kulturellen Begegnungen sind, hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen.
Was ist die Hauptstadt von Ecuador?

Wie ist der offizielle Staatsname Ecuadors?
Auf welchem Kontinent liegt Ecuador?

Wie groß ist die Bevölkerung Ecuadors?
(Link: https://www.ecuadorencifras.gob.ec/proyecciones-poblacionales/)
Welche Amtssprache wird in Ecuador gesprochen?

Wie ist die Lebenserwartung der Bevölkerung in Ecuador?

Wie groß ist die Fläche Ecuadors?
Welches Regierungssystem hat Ecuador?
Wer ist der Präsident von Ecuador?
| Lucio Gutiérrez | 2003-2005 |
| Alfredo Palacio | 2005-2007 |
| Rafael Correa | 2007-2009 |
| Rafael Correa | 2009-2013 |
| Rafael Correa | 2013-2017 |
| Lenín Moreno | 2017-2021 |
| Guillermo Lasso | 2021-2023 |
| Daniel Noboa | 2023-2025 |
Welche geografischen Regionen gibt es in Ecuador?
| Bezeichnung | Lage | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Küste (Costa) | Pazifikküste und –ebene westlich der Anden, bis 1000 M.ü.M. | Das tropische Klima bedingt eine üppige Natur, Mangrovenwälder und reichhaltige Landwirtschaft. Traumhafte Sandstrände wechseln sich ab mit Fischerdörfern und Hafenstädten. |
| Andenhochland (Sierra) | Im Landesinneren, erstreckt sich 800km in Nord-Süd-Richtung. Höchster Punkt: Chimborazo (6263 M.ü.M.) | Das gebirgige Hochland wird von gletscherbedeckten Vulkanen gekrönt. Indigene Dörfer wechseln ab mit Bergseen in Nationalparks sowie einige der wichtigsten Städte Ecuadors. |
| Amazonasgebiet (Oriente) | Von den Andenhängen auf 1000 M.ü.M bis auf ca 100 M.ü.M. östlich der Anden. | Das Amazonasgebiet bietet eine immense Artenvielfalt, die von indigenen Kulturen genutzt und geschützt wird. Große Flüsse sind das Tor für Naturliebhaber in unberührten Regenwaldregionen. |
| Galapagos-Inseln | etwa 1000 km vor der Küste Ecuadors, auf dem Äquator. | Dieses vulkanische Archipel besticht durch seine einzigartige Geographie und zahlreichen endemische Pflanzen- und Tierarten, die als “Labor der Evolution” besonders schützenswert sind. |
Was sind die wirtschaftlichen Hauptsektoren in Ecuador?
- Dienstleistungssektor (55-60%): Handel, Tourismus, Finanzdienstleistungen, Transport.
- Erdöl (15-20%)
- Landwirtschaft (10-15%)
- Fischerei (6-10%)
Wie hoch ist das BIP Ecuadors?
Wie hoch ist die Inflationsrate in Ecuador?
Welche Währung hat Ecuador?
Welche Religion ist in Ecuador vorherrschend?
Welche sind die höchsten Berge in Ecuador?
| Die 10 höchsten Berge Ecuadors | |
|---|---|
| Chimborazo | 6263 |
| Cotopaxi | 5897 |
| Cayambe | 5790 |
| Antisana | 5758 |
| Altar | 5319 |
| Iliniza Sur | 5245 |
| Sangay | 5230 |
| Iliniza Norte | 5126 |
| Tungurahua | 5023 |
| Carihuayrazo | 5018 |
Was sind die wichtigsten Städte in Ecuador?
Quito

Guayaquil

Cuenca

Welche UNESCO-Welterbestätten gibt es in Ecuador?
| Materielles Kulturerbe | Seit | Begründung |
|---|---|---|
| Historische Altstadt von Quito | 1978 | Das am besten erhaltene und am wenigsten veränderte historische Stadtzentrum Südamerikas, mit reichen Kunstschätzen. |
| Galapagos Inseln | 1978/2001 | Die einzigartige vulkanische Formation der Inseln und deren Isolierung von Festland, die zur Entstehung vieler endemischer Arten führte, sind ein einzigartiges Laboratorium der Evolution. |
| Sangay Nationalpark | 1983 | Dieser Nationalpark enthält alle Ökosysteme von Regenwald bis Gletscher, wird von vielen bedrohten Tierarten bewohnt und ist einer der wichtigsten Wasserspeicher der Region. |
| Altstadt von Cuenca | 1999 | Das Altstadtzentrum vereint Kolonialbauten und reiche städtische Bauten aus dem 16. Bis 20. Jahrhundert, neben Ruinen der Inkas und Cañaris, deren Steine teils zum Bau der ersten Kirchen verwendet wurden. |
| Qhapaq Ñan – Andines Wegnetz | 2014 | Diese Wegnetz von über 30.000 Kilometern wurde von den Vorinkakulturen und Inkas in den Anden sowie in das Tiefland hinein gebaut. Es vereint alle Länder entlang der Andenkette. |
| Inmaterielles Kulturerbe | Seit | Begründung |
|---|---|---|
| Mündliches Erbe und Kultur des Volkes der Zápara | 2008 | Die Repräsentation vieler indigener Stämme des Amazonasgebietes, mit besonders reichem Wissen an Heilpflanzen und Mythen, stark bedroht durch äußere Faktoren. |
| Flechtkunst der Hüte aus Toquilla-Stroh (sogenannte “Panama-Hüte”) | 2012 | Über Generationen weitergegebenes Wissen der Flechtkunst dieser besonders feinen Hüte, die ländlichen Familien ein nachhaltiges und faires Einkommen ermöglichen. |
| Marimbamusik und Traditionelle Tänze der Region Esmeraldas und kolumbianische Pazifikküste | 2015 | Die Marimba, Gesang und Tanz der afrikanischstämmigen Bevölkerung von Esmeraldas wird in verschiedensten Momenten des Lebens eingebunden und über Generationen weitergegeben. |
| “Pasillo” Gesang und Dichtung | 2021 | Ein Musikstil, der im 19. Jahrhundert aus verschiedenen indigenen und europäischen Musikstilen fusionierte und sich bis heute weiterentwickelt. |
Welche besonderen Attraktionen gibt es in Ecuador?
Was macht ein Reiseziel wirklich besonders? Sind es die atemberaubenden Landschaften, die reiche Kultur oder die einzigartigen Erlebnisse? In Ecuador findet man all das und noch viel mehr. Dieses Kapitel widmet sich den besonderen Attraktionen dieses südamerikanischen Landes und beantwortet die Frage, warum Ecuador ein unvergessliches Reiseerlebnis verspricht.
Was ist La Mitad del Mundo?
In Ecuador gibt es mehrere Orte, die sich in der Nähe des Äquators befinden, die bekannteste davon ist die «Ciudad Mitad del Mundo» (Stadt der Mitte der Welt) nördlich von Quito. Das Herzstück ist ein 30 Meter hohes Denkmal mit einer Weltkugel an der Spitze. Eine gelbe Linie verläuft durch das Gelände und soll den Äquator darstellen. Besucher können hier mit einem Fuß auf der Nordhalbkugel und dem anderen auf der Südhalbkugel stehen.

Im Gegensatz dazu bietet der „Punto Cero“ ein authentisches Erlebnis: Hier kann man den Äquator mit GPS selbst finden und vom Besitzer viel über das astronomische Wissen der präkolumbischen Völker erfahren, anschaulich dargestellt anhand einer indigenen Sonnenuhr, Landkarten und Fotografien.
Warum ist der Cotopaxi so besonders?
Höhe und Erscheinungsbild: Mit einer Höhe von 6.897 Metern ist der Cotopaxi einer der höchsten aktiven Vulkane der Welt und der zweithöchste Berg Ecuadors. Seine gleichmäßige Kegelform, bedeckt mit einem beeindruckenden Gletscher, macht ihn zu einem atemberaubenden Anblick und einem ikonischen Wahrzeichen des Landes.
Gletscher: Der Cotopaxi besitzt einen der wenigen Gletscher in Äquatornähe. Dieser Gletscher ist trotz der tropischen Lage aufgrund der enormen Höhe des Vulkans vorhanden. Er ist eine wichtige Wasserquelle für die umliegenden Gebiete das jedoch durch den Klimawandel bedroht ist.

Kulturelle Bedeutung: Der Cotopaxi hat auch eine wichtige kulturelle Bedeutung für die indigenen Völker der Region. Er wird als heiliger Berg verehrt und ist Teil ihrer Mythologie und Traditionen.
Herausforderung für Bergsteiger: Der Cotopaxi ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger aus aller Welt. Die Besteigung ist jedoch anspruchsvoll und erfordert Erfahrung im Hochgebirge sowie eine gute Akklimatisation. Die Kombination aus Höhe, Gletscher und vulkanischer Aktivität macht die Besteigung zu einer besonderen Herausforderung.
Was macht den Otavalo-Markt einzigartig?
Jeden Samstag verwandelt sich ein Großteil der Stadt in einen lebendigen Marktplatz mit einer enormen Auswahl an Produkten. Unter der Woche findet man den Kunsthandwerksmarkt auf der „Plaza de Ponchos“. Der Markt ist fest in der Kultur der indigenen Bevölkerung der Otavalo-Region verankert.
Die meisten Händler sind Mitglieder der Kichwa-Gemeinschaft, die für ihre herausragenden Webtechniken und ihr handwerkliches Können bekannt sind.

Gibt es eine Zuglinie durch Ecuador?
Der Bau der sogenannten „Ferrocarril Transandino“ begann im späten 19. Jahrhundert und war ein monumentales Unterfangen, das von zahlreichen Herausforderungen geprägt war, darunter die schwierige Topographie der Anden, tropische Krankheiten und finanzielle Engpässe. Das wohl spektakulärste Teilstück der Strecke ist die „Nariz del Diablo“. Hier mussten die Ingenieure eine fast senkrechte Felswand überwinden. Um dies zu erreichen, wurde die Strecke in Zick-Zack-Form in den Berg gehauen, sodass der Zug mal vorwärts, dann rückwärts den steilen Hang hinauffahren konnte. Diese Meisterleistung der Ingenieurskunst machte die Verbindung zwischen Küste und Hochland überhaupt erst möglich. Die Eisenbahn wurde dadurch zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes, verlor jedoch mit dem Ausbau des Straßennetzes an Bedeutung.
Gegen Ende des Jahrhunderts wurden nur noch wenige, oft heruntergekommene Streckenabschnitte für touristische Zwecke genutzt. Im Jahr 2007 begann jedoch ein Wendepunkt: Mit großem Aufwand wurden historische Strecken restauriert, was 2013 zur feierlichen Wiedereröffnung der gesamten Strecke zwischen Guayaquil und Quito führte. Der „Tren Crucero“, ein luxuriöser Zug, bot daraufhin Reisenden die Möglichkeit, die Strecke in mehreren Tagen auf komfortable Weise zu erleben. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten und mangelnder Rentabilität wurde der Betrieb jedoch während der Corona-Pandemie per Präsidentenerlass eingestellt und ist bis heute unterbrochen. Hoffnung besteht jedoch, dass die spektakuläre Teilstrecke der Teufelsnase bis 2025 wieder befahrbar sein wird. Auf Ihrer Reise durch Ecuador werden Sie immer wieder auf Teilstücke des alten Eisenbahnnetzes stoßen, wie verschiedene alte Bahnhöfe und Orte, die rund um diese entstanden, wie zum Beispiel Guamote, Riobamba und Alausí.
Welche traditionellen Feste gibt es in Ecuador?
Diese sind mehr als nur farbenfrohe Veranstaltungen; sie sind lebendige Zeugnisse der indigenen, afrikanischen und spanischen Einflüsse, die die ecuadorianische Identität geprägt haben. Durch Musik, Tanz und traditionelle Kostüme bieten sie einzigartige Einblicke in die Geschichte und die Weltanschauung des Landes.
Für Reisende sind diese Feste eine unvergessliche Gelegenheit, die authentische Kultur Ecuadors kennenzulernen.
Hier sind einige der wichtigsten und interessantesten traditionellen Feste in Ecuador:
Inti Raymi (Fest der Sonne):
Zeitpunkt: Sonnenwende im Juni (meist 21. Juni)
Bedeutung: Dieses alte Inka-Fest ehrt den Sonnengott Inti und dankt für die Ernte. Es ist eines der wichtigsten indigenen Feste in den Anden und wird vor allem von den Kichwa-Gemeinden gefeiert.
Feierlichkeiten: Inti Raymi ist geprägt von tagelangen rituellen Tänzen, Musik, traditionellen Speisen und Zeremonien. Otavalo, Cotacachi und Ingapirca haben besonders eindrucksvolle Zeremonien.
Mama Negra (Santisima Tragedia, die “Heilige Tragödie”):
Zeitpunkt: Zwei Umzüge: 24. September und 11. November, in Latacunga.
Bedeutung: Fest unbekannten Ursprungs zu Ehren der Gnadenjungfrau von Latacunga (Virgen de la Merced), die das Volk vor den Vulkanausbrüchen des Cotopaxi schützen soll.
Feierlichkeiten: Bei einem unvergleichbar farbenfrohen Umzug reitet die “Mama Negra” und ihr Gefolge durch die Strassen von Latacunga. Die verschiedenen dargestellten Persönlichkeiten entspringen teils indigener Mythologie, andere sind volkstümliche Interpretationen spanischer Persönlichkeiten.
Día de los Difuntos (Tag der Toten):
Zeitpunkt: 2. November
Bedeutung: Dieser Tag ist den Verstorbenen gewidmet. Familien besuchen die Gräber ihrer Angehörigen, schmücken sie mit Blumen und bringen ihren toten Angehörigen Speisen und Getränke dar.
Feierlichkeiten: Der Día de los Difuntos ist eine Mischung aus indigenen und katholischen Traditionen. Typische Speisen sind „Colada Morada“ (ein purpurrotes Getränk aus Früchten und Gewürzen) und „Guaguas de Pan“ (brotförmige Figuren).
Carnaval:
Zeitpunkt: Die Tage vor Aschermittwoch
Bedeutung: Karneval ist ein ausgelassenes Fest mit Musik, Tanz, Umzügen und vor allem Wasserschlachten. Es ist eine Zeit der Freude und des Übermuts.
Feierlichkeiten: In verschiedenen Regionen Ecuadors wird Karneval unterschiedlich gefeiert. In Guaranda ist der Karneval besonders bekannt für seine traditionellen Umzüge und Kostüme. In anderen Regionen wird mit Mehl, Eiern und Wasser aufeinander geworfen.
Monigotes de Año viejo (Puppen des Alten Jahres):
Zeitpunkt: 31. Dezember
Bedeutung: Verabschiedung aller negativen Momente und Erinnerung an alles Positive im letzten Jahr. Die Pappmaché-Puppen werden betrauert und dann verbrannt. Ein Fest, das mit allen Nachbarn gerne auf der Straße gefeiert wird.
Feierlichkeiten: In vielen Bereichen der Küste, aber auch im Hochland basteln Familien Puppen aus brennbarem Material. Diese wird auf der Straße ausgestellt, von der “Witwe” wird Geld für die Beerdigung eingesammelt und um Mitternacht im Beisein aller verbrannt. In manchen Regionen gibt es Wettbewerbe um die größten und schönsten Monigotes.





